Man schätzt sein Vermögen auf mehr als 500 Millionen Franken, er gehört zu den 300 reichsten Personen der Schweiz und dennoch hat sich der Wahlschweizer mit russischen Wurzeln es im beschaulichen Engelberg gemütlich gemacht. Weit entfernt vom kalten Moskau, wo er den Grundstein für sein heutiges unternehmerisches Netzwerk legte.

Das frühe Leben des Unternehmers

Ich will, ich kann, ich werde!Dmitry Olegowitsch Yakubovskiy wurde am 5. September 1963 in Bolschewo als Sohn eines jüdischen Soldaten geboren, verbrachte den Großteil seiner Schulzeit in Militärschulen und absolvierte die einberufene Pflichtzeit der Sowjetarmee. Eine Soldatenkarriere wollte der junge Anwalt jedoch nicht anstreben, obwohl er im Laufe seiner Karriere immer wieder in den Staatsdienst trat. So war er unter anderem als Staatsanwalt für die Städte Gossnab sowie Moskau tätig und gehörte später zur Anwaltschaft der Sowjetunion.

Obwohl Yakubovskiy immer wieder in Kontroversen verwickelt war und im Jahre 1990 sogar von seinem Amt als Leiter der westlichen Verteidigungstruppe suspendiert wurde, ernannte man ihn später zum Berater der russischen Föderation, sollte sogar zum Hauptvertreter der Rechtsorgane aufsteigen, scheiterte jedoch am zweiten Putsch und wurde im Jahre 1994 für sieben Jahre inhaftiert.

Einzigartiger Karrieresprung

Nach seinem Gefängnisaufenthalt konnte Yakubovskiy durch seine Tätigkeiten als Anwalt enge Kontakte zu Unternehmern pflegen. Dadurch traf er auch Wladimir Jewtuschenkow, wurde zum Partner der AFK Sistemi, und investierte in Infrastruktur-Projekte des Moskauer-Umlandes.

Er verkaufte seine Anteile jedoch zügig und gründete sein eigenes, noch heute bestehendes Unternehmen, die Engelberg Industrial Group, benannt nach seinem Wahlwohnort Engelberg im Kanton Obwalden in der Zentralschweiz. Hier hat sich auch der mittlere der drei Brüder, Stav Jacobi Yakubovskiy niedergelassen, heutiger Präsident des Schweizer Volleyballclubs „Volero Zürich“. Auch in der Schweiz kümmert sich der mittlerweile 51-jährige Geschäftsmann hauptsächlich um Investitionen bezüglich der Infrastruktur und der Modernisierung des Engelberger Umlandes.

Besonders kontrovers diskutiert wurde die Übernahme des Hotels „Bänklialp“, das zuvor dem ansässigen Benediktiner-Kloster gehörte. In einem Interview mit der Obwaldnerzeitung berichtete der russische Unternehmer jedoch, dass ihm Engelberg am Herzen liege und das Hotel seiner Meinung nach hervorragend in das Portfolio der EIG passen würde. Zudem habe die Holding in aufwändige Sanierungsmaßnahmen investiert und möchte auch zukünftig die Konkurrenzfähigkeit des Hotels sicherstellen.

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